Kamado-Außenküche: fertig, bauen lassen oder selbst mauern
Eine Außenküche mit Kamado ist eine feste Aufstellung: eine Arbeitsplatte mit dem Kamado darin, oft kombiniert mit Spüle, Kühlschrank oder Gasbrenner. Wo ein Tisch um den Kamado herum gebaut wird, ist der Kamado in einer Außenküche eines der Bauteile. Das ändert die Reihenfolge: erst die Küche entwerfen, dann den Kamado wählen, dann bauen.
Fertige Module. Außenküchen-Anbieter verkaufen Module mit Kamado-Nische. Praktisch, aber die Nische ist meist für eine bestimmte Marke und Größe gemacht. Frag immer das Innenmaß der Nische ab und lege es neben den Außendurchmesser deines Kamados plus Freiraum. Eine Nische von 55 cm ist zu eng für einen Large mit 53,5 cm.
Bauen lassen. Ein Gärtner oder Außenküchenbauer mauert oder baut nach Maß. Die Punkte aus den beiden vorigen Kapiteln gelten uneingeschränkt: offene Unterseite, erreichbarer Schieber, nicht brennbar rund um die Keramik und ein Deckel, der frei aufgeht. Lass den Bauer die Nische erst schließen, wenn der Kamado einmal darin gestanden hat und du den Deckel getestet hast.
Selbst mauern oder bauen. Nimm für die Arbeitsplatte rund um den Kamado Stein, Beton oder Verbundwerkstoff; Holz nur mit Abstand oder hinter einem Hitzeschild. Baue die Nische als offenes U, nicht als geschlossenen Schrank, und halte die Front auf Höhe des unteren Schiebers frei. Rechne mit dem Gewicht eines gefüllten Kamados plus Topf oder Dutch Oven: Bei einem XL liegst du dann über 120 kg an einer Stelle.
Für eine Außenküche wählst du fast immer die Solo-Ausführung: derselbe Kamado, ohne Trolley und Seitentische, die du in einer Küche ohnehin nicht nutzt.