Was macht einen Kamado zum Kamado?
Drei Dinge müssen zusammenkommen. Nimm eines weg und du hast etwas anderes.
Das erste ist Masse. Die Wand besteht aus mehreren Zentimetern Keramik, nicht aus Blech. Diese Wand ist keine Hülle, sondern eine Batterie: Sie lädt sich mit Wärme auf und gibt sie den Rest der Session langsam wieder ab.
Das zweite ist, dass das System geschlossen ist. Deckel zu, Dichtung schließt, und die einzige Luft, die hineingeht, kommt durch den unteren Schieber. Es entweicht keine Wärme über die Ränder, und auch kaum Feuchtigkeit.
Das dritte ist die Regelung über Luft statt über Feuer. Auf einem offenen Grill bestimmst du die Temperatur darüber, wie viel Kohle du anzündest und wo du den Rost einhängst. Auf einem Kamado zündest du einen kleinen Teil eines vollen Korbs an, und der untere Schieber entscheidet, wie viel Sauerstoff das Feuer bekommt. Der obere Schieber übernimmt die Feinabstimmung. Mehr Kohle bedeutet auf einem Kamado nicht heißer, sondern länger.
Diese drei zusammen erklären, warum sich ein Kamado anders verhält als alles, was daneben steht. Wie dieser Luftstrom genau verläuft und wie du ihn einstellst, steht in Wie funktioniert ein Kamado-Grill?, und die komplette Übersicht findest du unter Kamado-Grills.




















