Holzkohle sortieren: der Schritt, den die meisten überspringen
Bevor du irgendetwas anzündest, musst du deine Holzkohle sortieren. Klingt langweilig. Ist es nicht. Genau hier geht es bei neun von zehn Leuten schief, weil sie einfach den Sack auskippen und denken: fertig.
Ein Kamado lebt von der Luftströmung. Kalte Luft strömt unten hinein, warme Luft verlässt den Kamado oben. Wirfst du die Kohle wahllos hinein, blockierst du diesen Strom und bekommst einen unruhigen, trägen Kamado, der nie richtig auf Temperatur kommt. Also sortiere. Es kostet dich zwei Minuten:
- Große Stücke nach unten, damit die Luft gut darunter durchkann. Zu große Brocken? Einfach durchhacken.
- Kleine Stücke nach oben, denn die fangen am schnellsten Feuer.
- Wiederverwendete Kohle der letzten Session ganz nach oben. Sie war schon einmal im Feuer, ist leichter und entzündet sich zügiger. Fühl kurz, ob sie trocken ist: klamme Holzkohle ist schwerer und leicht feucht, trockene Kohle lässt sich problemlos wiederverwenden.
Füll den Korb zu drei Vierteln mit frischer Kohle und leg die wiederverwendete zuletzt obendrauf. Machst du es andersherum — klein und alt nach unten, große frische Brocken nach oben — sackt das Bett zusammen, sobald die unteren Kohlen aufgebraucht sind. Das gibt Temperaturspitzen und -einbrüche, genau das, was du bei Low & Slow vermeiden willst.
Du willst wissen, wie viel Holzkohle du pro Garvorgang brauchst? Dann lies wie viel Holzkohle du im Kamado verwenden solltest.