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Kamado einbrennen: so startest du richtig
Grill Bill
Von Grill Bill
Veröffentlicht
22. November 2025

Wie brennst du einen Kamado Grill ein?

Beim Einbrennen treibst du die Feuchtigkeit langsam aus der Keramik und lässt Dichtungen, Kleber und Metall sich an die Wärme gewöhnen. Füll die Firebox zu 80 % und halte in der ersten Session 45 bis 60 Minuten 150-180 Grad Domtemperatur. Lass den Kamado danach vollständig abkühlen, bevor du ihn erneut anzündest.

  • Session 1 bis 5: maximal 180 °C auf dem Kuppelthermometer
  • Session 6 bis 10: 200 bis 250 °C, jedes Mal vollständig abkühlen lassen
  • Pizza und hohe Hitze sind erst nach Session 10 dran
  • Firebox zu 80 % mit grober Hartholzkohle füllen, niemals Briketts
  • Niemals Anzündflüssigkeit: Keramik ist porös und du schmeckst es bei jeder Session

Dein neuer Kamado steht draußen. Die Holzkohle liegt bereit. Und das erste Steak ruft. Verstehen wir total. Aber tu dir selbst einen Gefallen und fang gemächlich an! Denn bevor du grillst, brennst du den Kamado erst ein. Klingt nach viel Aufwand. Ist es aber nicht. Es ist der Unterschied zwischen einem Kamado, der ein Leben lang hält, und einem, der schon bald Schaden nimmt.

Und ja, der Hersteller kann deine Garantie verfallen lassen, wenn du deinen Kamado nicht so nutzt, wie es vorgeschrieben ist.

Unser Motto lautet deshalb: besser vorbeugen als ersetzen. Nicht ohne Grund bekommen wir selten Garantieansprüche. Unsere Kunden sind gut informiert und haben dadurch auch mehr Freude an ihrem Grill Bill Kamado.

Warum ist das Einbrennen deines Kamado wichtig?

Ein Kamado ist Keramik. Dieses Material nimmt nach Produktion und Transport Feuchtigkeit auf, manchmal auch Reste von Kleber oder Beschichtung. Setzt du sofort volles Feuer drauf, bekommt diese Feuchtigkeit keine Chance, in Ruhe zu entweichen. Sie dehnt sich aus, zu schnell, und das erzeugt Druck. Dampfdruck. Die Keramik hält das nicht immer aus. Willst du genau verstehen, warum Keramik so empfindlich auf schnelles Aufheizen reagiert? Dann lies zuerst, wie ein Kamado Grill funktioniert.

Außerdem müssen Dichtungen, Kleber und Metallteile die Chance bekommen, sich in Ruhe aneinander zu gewöhnen. Mit einer guten Einbrennphase:

  • trocknet die Keramik allmählich
  • schließen die Dichtungen dicht ab
  • härtet der Kleber oder Kitt vollständig aus
  • setzen sich Metallteile wie Scharniere und Bänder in Ruhe
  • geht dein Kamado besser und stabiler mit der Temperaturregelung um
  • brennen eventuelle Produktionsrückstände weg

Das sind nicht nur Schäden, die beim Nicht-Einbrennen entstehen, sondern auch bei zu schnellem Erhitzen. Selbst wenn dein Kamado trocken im Schuppen stand, hat die Keramik Feuchtigkeit aufgenommen. Auch dann fängst du ruhig an.

  • Eine Regenhaube schützt nicht vor dieser Feuchtigkeit. Die Haube hält Regen, Schmutz und Sonne draußen, aber feuchte Luft kommt einfach darunter. Keramik ist porös und zieht diese Feuchtigkeit auf, gerade in einem Klima wie in den Niederlanden.

Warum eine Kamado-Haube Feuchtigkeit nicht abhält

Eine Kamado-Haube schützt vor allem vor Regen, Schmutz und Sonne, aber nicht gut vor Feuchtigkeit. Der Stoff ist meist atmungsaktiv und nicht vollständig wasserdicht, sodass feuchte Luft von außen (hohe Luftfeuchtigkeit, Nebel, Tau) einfach hindurchdringen kann. Zusätzlich entsteht Kondenswasser von innen durch Temperaturschwankungen: warme Luft unter der Haube kühlt an der kalten Keramik ab, wodurch Tropfen entstehen, die eingeschlossen bleiben. Weil Keramik porös ist, zieht diese Feuchtigkeit langsam nach innen, besonders in feuchten Klimazonen wie den Niederlanden. Eine Haube hilft also gegen direktes Wetter, verhindert aber keine Luftfeuchtigkeit oder Kondensation. Die Vents offen lassen, einen Luftentfeuchter darunterstellen oder die Haube regelmäßig lüften hilft, Probleme zu vermeiden.

Das passiert bei jeder Kamado-Marke, teuer und günstig. In den meisten Fällen geht es glücklicherweise gut. Aber manchmal eben nicht, und dann hast du ein teures Problem.

Was du brauchst

Kein kompliziertes Werkzeug.

  1. Gute Holzkohle ohne Zusätze. Keine Briketts, kein Supermarkt- oder Tankstellenkram. Wähl Stücke, die Luftstrom zulassen.
  2. Natürliche Anzündwolle. Niemals Anzündflüssigkeit oder weiße chemische Anzündwürfel, das zieht in die Keramik und schmeckst du danach bei jeder Session heraus.
  3. Ein langes Feuerzeug oder Streichholz. Und Geduld. Letzteres ist am wichtigsten.

Schritt für Schritt: so brennst du deinen Grill Bill Kamado ein

Schritt 1: Kamado leeren und aussaugen

Nimm alle Accessoires aus dem Kamado. Verpackungsmaterial natürlich auch raus. Roste, heat deflector, alles. Wisch das Innere mit einem trockenen Tuch oder Handfeger aus, um Staub und Produktionsrückstände zu entfernen. Danach setzt du Firebox und Fire Ring einfach wieder ein.

Schritt 2: Holzkohle einfüllen

Füll die Firebox zu etwa 80 %. Grobe Stücke nach unten, kleinere obendrauf, und lass Platz für die Luftzirkulation. Staub und kleine Brocken willst du möglichst draußen halten, die sacken nach unten und blockieren den Luftstrom. Unsicher bei der richtigen Menge? Schau dir unsere Erklärung an, wie viel Holzkohle du in einen Kamado gibst.

Schritt 3: Anzünden

Mach eine kleine Mulde mitten in die Kohlen. Leg dort ein oder zwei Anzündwollen hinein, oben auf die Holzkohle. Zünd sie an und lass sie bei offenem Deckel vollständig abbrennen. Nach fünf bis zehn Minuten siehst du die Holzkohle rundum glühen.

Mehr über das Anzünden im Allgemeinen? Schau dir unsere Erklärung an, wie du einen Kamado anzündest.

Schritt 4: Deckel zu, Luftschieber offen

Schließ den Deckel vorsichtig. Stell den unteren und oberen Schieber zur Hälfte offen und lass die Temperatur langsam steigen.

Schritt 5: Temperatur im Griff behalten

Hier steckt die Arbeit. Lass die Temperatur während der ersten Session nicht über 150 bis 180 Grad Celsius steigen. Sobald du Richtung 130 Grad gehst, drehst du die Ventile langsam etwas zu. Ein bisschen unten, ein bisschen oben.

Wichtig: Das Thermometer in deiner Dome weicht immer von der Temperatur auf Rosthöhe ab. Zeigt dein Thermometer 150 Grad, sind es auf Rosthöhe schnell 180 Grad. Willst du es genau wissen? Leg ein separates Thermometer auf den Rost. Mehr zum Thema Temperatur regeln im Kamado findest du in unserem eigenen Artikel.

Warte nach jeder Anpassung etwa fünf Minuten. Ein Kamado reagiert träge. Wer zu schnell nachregelt, schießt über die Temperatur hinaus, und genau das willst du vermeiden. Wie der Luftstrom in einem Kamado funktioniert, ist übrigens interessant zu lesen, gerade wenn du mehr Kontrolle über die Temperatur willst.

Schritt 6: Lass ihn brennen und mach gleich was Leckeres!

Halte den Kamado mindestens 45 Minuten, besser eine Stunde, auf etwa 150 bis 180 Grad. In dieser Zeit verschwindet die Feuchtigkeit aus der Keramik und alle Teile gewöhnen sich an die Wärme. Du riechst den Unterschied: am Anfang gibt es einen leichten Neugeruch. Der verschwindet, sobald der Geruch brennender Holzkohle übernimmt, und den willst du öfter riechen!

Du kannst nebenbei ruhig etwas Einfaches darauf zubereiten. So geht deine Holzkohle nicht umsonst drauf.

Zum Beispiel:

  • Smokey Hähnchenschenkel
  • Ofenkartoffeln
  • Schweinebauch
  • Rollbraten
  • Spareribs
  • Pulled Pork

Schritt 7: Abkühlen

Nach dem Einbrennen schließt du alles vollständig ab. Der Kamado kühlt jetzt langsam ab. Das dauert eine ganze Weile, und das ist gut so. Öffne den Deckel zwischendurch nicht. Lass die Keramik in Ruhe abkühlen, ohne Temperaturschocks.

Willst du den Kamado später auch schnell löschen können? Dann lies, wie du einen Kamado löschst und schnell abkühlst.

Der Sessionaufbau nach dem Einbrennen

Eine Einbrennsession ist ein guter Start, aber das eigentliche Einarbeiten passiert über die ersten zehn Sessions. Die Keramik gewöhnt sich Schritt für Schritt an immer höhere Temperaturen. So funktioniert es.

Session 1 bis 5: maximal 180 °C

  • Zünd deinen Kamado vorsichtig an.
  • Lass die Temperatur langsam steigen.
  • Bleib unter 180 °C auf dem Kuppelthermometer.
  • Halte diese Temperatur etwa 45 bis 60 Minuten.

Pizza, Steaks bei hoher Hitze oder andere Gerichte, die extreme Temperaturen verlangen, sind in dieser Phase noch nicht dran. Schau dir zur Inspiration aber schon mal die Kamado-Rezepte an, die du bei niedriger und mittlerer Temperatur machen kannst.

Session 6 bis 10: maximal 200 bis 250 °C

  • Du darfst jetzt etwas höher gehen, arbeite dich aber weiterhin ruhig hoch.
  • Ziel auf eine Temperatur zwischen 200 und 250 °C auf dem Kuppelthermometer.
  • Lass den Kamado nach jeder Session vollständig abkühlen, bevor du ihn erneut anzündest.
  • Vermeide weiterhin extreme Temperaturen wie Pizza bei 300 °C oder mehr.

Nach Session 10: dein Kamado ist voll einsatzbereit

Ab jetzt ist dein Kamado bereit für die volle Action. Zum Beispiel:

Dein Kamado arbeitet jetzt so, wie er soll: zuverlässig, stabil und mit optimaler Leistung. Entdeck alle Möglichkeiten über die Kamado-Gartechniken.

Thermometer versus Rost: ein häufiger Irrtum

Dein Thermometer sitzt ganz oben im Deckel. Die Temperatur direkt über dem Feuer ist viel höher als oben in der Dome, und je heißer du fährst, desto größer wird dieser Unterschied. Als Richtwert:

  • etwa 150 °C an der Kuppel sind oft rund 180 °C auf Rosthöhe
  • etwa 200 °C an der Kuppel sind oft rund 250 °C auf Rosthöhe

Je heißer du arbeitest, desto größer der Unterschied. Deshalb ist es schlau, ein digitales Thermometer mit Sensor auf Rosthöhe zu verwenden, dann garst du bei der tatsächlichen Temperatur. Gerade beim Einbrennen willst du das gut im Auge behalten.

Woran erkennst du, dass dein Kamado erfolgreich eingebrannt ist?

Nach den ersten Sessions gibt es ein paar klare Anzeichen, dass es gut läuft:

  • Der Deckel öffnet und schließt geschmeidig und sitzt schön dicht auf der Kuppe.
  • Die Temperaturregelung fühlt sich berechenbarer an und reagiert ruhiger.
  • Du hörst beim Aufheizen keine knackenden Geräusche oder Ticken der Keramik.
  • Innen hat sich eine schöne schwarze Schicht gebildet. Dadurch reagiert dein Grill Bill stabiler und hält die Hitze besser.

Fehler, die Leute machen

Zu schnell zu heiß hochheizen. Das ist Fehler Nummer eins. Einen brandneuen Kamado direkt auf 300 Grad zu jagen, ist eine Einladung für Risse. Manchmal siehst du sie sofort, manchmal erst nach ein paar Sessions.

Anzündflüssigkeit oder chemische Anzündwürfel verwenden. Niemals. Wirklich niemals. Keramik ist porös und zieht dieses Zeug auf. Du schmeckst es bei jeder Session. Nimm ausschließlich natürliche Anzündwolle.

Briketts statt Holzkohle verwenden. Briketts enthalten Bindemittel und Zusätze. Beim Einbrennen willst du eine möglichst saubere Verbrennung. Nimm grobe Hartholzkohle. Willst du später doch Briketts, dann wähl Kokosbriketts ohne Bindemittel.

Die Ventile zu spät zudrehen. Wenn du erst bei 180 Grad auf dem Kuppelthermometer anfängst zuzudrehen, bist du auf Rosthöhe schon bei 200+. Fang früher an, so bei 120 bis 130 Grad.

Einbrennen, während der Kamado nass ist oder draußen im Regen steht. Lass den Kamado erst vollständig trocknen, bevor du anfängst. Feuchtigkeit plus schnelles Feuer ist eine schlechte Kombination für Keramik.

Zu viel Holzkohle verwenden, wodurch die Temperatur durchschießt. Füll die Firebox zu 80 %, nicht mehr. Mehr Holzkohle gibt mehr Brennkraft, und die brauchst du beim Einbrennen nicht.

Deinen Kamado lange nicht benutzt? Dann fahr ihn auch langsam hoch. Nach einer langen Pause mit voller Kraft sauberbrennen wird schnell zum Kaputtbrennen. Mehr Fehler, die Leute auf dem Kamado machen, findest du in unserer Übersicht der häufigen Kamado-Fehler.

Muss man jeden Kamado einbrennen?

Mein Rat: brenn jeden neuen Kamado ein, egal welche Marke. Es kostet dich etwa drei Stunden und du verringerst das Risiko von Rissen erheblich. Warum solltest du das nicht tun?

Einbrennen versus Sauberbrennen

Zwei verschiedene Dinge. Einbrennen machst du einmalig bei einem neuen Kamado, um Feuchtigkeit auszutreiben und Materialien zu gewöhnen. Sauberbrennen machst du später, wenn viel Fett oder eingebrannte Essensreste in der Dome sitzen.

Beim Sauberbrennen heizt du den Kamado auf etwa 250 bis 300 °C und lässt alles wegbrennen. Mach das nicht zu oft, nur wenn es wirklich nötig ist. Nach einer intensiven BBQ-Saison zum Beispiel, oder wenn unangenehme Gerüche aus deinem Kamado kommen. Das Innere muss nicht wieder weiß oder grau werden, denn diese schwarze Schicht brauchst du gerade. Mehr zur Pflege deines Grill Bill liest du in unserem kompletten Guide zur Kamado-Pflege.

Kannst du während des Einbrennens schon garen?

Ja, das geht. Du sitzt sowieso ein paar Stunden beim Kamado, warum also nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden? Wähl dann etwas Einfaches bei niedriger Temperatur. Hähnchenschenkel, ein Stück Schweinebauch indirekt gegart, so in der Art.

Heb dir Pizza, Steaks und alles, was hohe Hitze verlangt, für die Zeit nach den ersten zehn Sessions auf. Die kommen wirklich noch.

Zusammenfassung

  • Session 1 bis 5: maximal 180 °C auf dem Kuppelthermometer.
  • Session 6 bis 10: maximal 200 bis 250 °C, jedes Mal vollständig abkühlen lassen.
  • Nach Session 10 kannst du alle Gartechniken anwenden.
  • Die Temperatur auf dem Rost liegt immer höher, als das Kuppelthermometer anzeigt.
  • Nutz ein digitales Thermometer mit Sensor auf Rosthöhe für die meiste Kontrolle.
  • Niemals Anzündflüssigkeit, niemals Briketts, niemals Hast.

Mit diesem Vorgehen gibst du deinem Grill Bill Kamado einen guten Start und sorgst für jahrelangen sicheren, stabilen und geschmackvollen Einsatz.

Zum Schluss

Das Einbrennen deines Kamado ist kein optionaler Schritt. Es ist das Fundament für jahrelange Freude am Garen. Nimm dir die Zeit, mach es in Ruhe und hab Geduld. Nach dem Einbrennen hast du einen Kamado, der für alles bereit ist, von stundenlangen Low-and-Slow-Sessions bis zu knallheißen Pizzen. Willst du nebenbei wissen, welche Accessoires dir das Leben leichter machen? Dann schau dir unser Accessoire-Sortiment an.

Und vergiss nicht: Grillen ist keine Hetzerei. Das gilt für deine Gerichte, aber genauso für diese allererste Session.

Häufig gestellte Fragen zum Einbrennen eines Kamado

Was kann schiefgehen, wenn du den Kamado nicht richtig einbrennst?
Wenn du bei den ersten Sessions sofort auf hohe Temperatur gehst, riskierst du Schäden in der Keramik durch Dampfdruck oder Thermoschock. Haarrisse oder sichtbare Brüche sind die Folge. In manchen Fällen verfällt auch deine Garantie, wenn du die Herstelleranweisungen nicht befolgt hast.
Wie oft muss ich meinen Kamado einbrennen oder sauberbrennen?
Einbrennen machst du einmalig bei einem neuen Kamado, so wie in diesem Guide beschrieben. Sauberbrennen machst du ab und zu bei Schmutzansammlung, heiz dann auf maximal 300 °C hoch (etwa 250 °C auf dem Kuppelthermometer), um Fette und Reste zu verbrennen. Das Innere muss nicht wieder weiß oder grau werden, diese schwarze Schicht brauchst du gerade.
Gilt das Einbrennen für jede Kamado-Marke?
Ja, Einbrennen wird für jede Kamado-Marke dringend empfohlen, günstig oder teuer. Keramik ist Keramik, und das Verhalten von Feuchtigkeit und thermischer Spannung unterscheidet sich nicht wesentlich je Marke.
Wie voll füllst du den Kamado mit Holzkohle?
Füll die Firebox oder den Kohlekorb zu etwa 80 % mit grober Hartholzkohle. Mehr Holzkohle gibt mehr Brennkraft, und die brauchst du beim Einbrennen nicht.
Wie lange dauert das Einbrennen eines Kamado?
Die erste Einbrennsession dauert 45 bis 60 Minuten auf Temperatur, plus die Zeit zum vollständigen Abkühlen (8 bis 12 Stunden). Plan das Einbrennen also an einem Tag, an dem du den Kamado danach eine Nacht stehen lassen kannst. Die vollständige Einarbeitungsphase von 10 Sessions kann mehrere Wochen dauern.
Bis zu welcher Temperatur brennst du einen Kamado ein?
Halte das Kuppelthermometer während der ersten fünf Sessions unter 180 °C. Das entspricht etwa 200 °C auf Rosthöhe. Session 6 bis 10 darfst du auf 200 bis 250 °C an der Kuppel hochgehen. Erst danach gehst du auf volle Temperaturen.
Kann ich beim Einbrennen Anzündflüssigkeit verwenden?
Nein, niemals. Keramik ist porös und nimmt Anzündflüssigkeit auf. Diesen chemischen Nachgeschmack schmeckst du danach bei jeder Session. Nimm ausschließlich natürliche Anzündwolle oder einen elektrischen Firestarter.
Was ist der Unterschied zwischen Einbrennen und Sauberbrennen?
Einbrennen machst du einmalig bei einem neuen Kamado, um Feuchtigkeit auszutreiben und die Materialien an Wärme zu gewöhnen. Sauberbrennen machst du später, wenn viel Fett oder eingebrannte Reste in der Dome sitzen. Beim Sauberbrennen heizt du auf 250 bis 300 °C, sodass alles wegbrennt. Mach das nicht zu oft, nur wenn es wirklich nötig ist.
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