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Temperaturzonen im Kamado schaffen, so garst du mehrere Gerichte gleichzeitig

Temperaturzonen im Kamado schaffen, so garst du mehrere Gerichte gleichzeitig

Grill Bill
Von Grill Bill
Veröffentlicht
22. Dezember 2025
Lesezeit
4 min

Wie schaffst du Temperaturzonen in einem Kamado?

In einem Kamado ist es direkt über dem Feuer und in der Mitte des Rosts am heißesten; weiter oben in der Kuppel und an den Rändern ist es kühler. Wenn du Höhe, heat deflector und Platzierung kombinierst, schaffst du gezielt mehrere Zonen und kannst gleichzeitig grillen, garen und warmhalten. Ein ruhiger Luftstrom hält diese Zonen stabil.

  • Heißester Punkt: direkt über dem Feuer, in der Mitte des Rosts
  • Weiter oben in der Kuppel ist die Hitze sanfter
  • Der heat deflector schafft indirekte Zonen mit wärmeren Rändern
  • Multilevel-System: grillen, garen und warmhalten zugleich
  • Ruhiger Luftstrom bedeutet stabilere Zonen

Wenn du Höhe, indirekte Hitze und Luftstrom clever nutzt, kannst du in einem einzigen Kamado mehrere Temperaturzonen schaffen. So bereitest du verschiedene Gerichte gleichzeitig zu.

In diesem Artikel erklären wir dir, wie Temperaturzonen in einem Kamado funktionieren, warum sie entstehen und wie du sie gezielt einsetzt, um kontrolliert und entspannt zu kochen.

Was sind Temperaturzonen in einem Kamado?

Temperaturzonen sind Bereiche in deinem Kamado mit unterschiedlicher Hitzeintensität. Die Wärme ist nicht überall gleich. Nah am Feuer ist es heißer, weiter oben im Kamado und an den Rändern kühler.

Weil ein Kamado mit Konvektionswärme und Keramik arbeitet, verlaufen diese Unterschiede allmählich. Genau das macht die Zonen nutzbar und berechenbar.

Willst du zuerst verstehen, wie die Wärme zirkuliert, dann lies Was ist Konvektionswärme in einem Kamado.

Warum ein Kamado von selbst Zonen bildet

Wärme steigt nach oben, das ist reine Physik. Im Kamado heißt das: Der Bereich direkt über dem Feuer ist am heißesten. Je weiter du in die Kuppel kommst, desto geringer die Intensität und desto gleichmäßiger die Wärme.

Die Keramik mildert diese Unterschiede ab, hebt sie aber nicht vollständig auf. Und genau das ermöglicht es dir, mehrere Gerichte gleichzeitig zuzubereiten.

Zonen beim indirekten Garen

Beim indirekten Garen nutzt du einen heat deflector. Trotzdem entstehen weiterhin Temperaturunterschiede. Die Mitte des Rosts ist meist wärmer als die äußeren Ränder, und höher eingesetzte Roste sind kühler.

Wenn du das berücksichtigst, legst du große Fleischstücke in den wärmeren Bereich und Beilagen oder Gemüse an den Rand oder weiter nach oben.

Mehr zu dieser Technik liest du in Indirektes Garen auf einem Kamado.

Zonen mit direktem Garen kombinieren

Auch beim direkten Garen kannst du Zonen schaffen. Indem du nicht das ganze Kohlebett nutzt oder das Gargut zwischen Mitte und Rand bewegst, arbeitest du mit unterschiedlichen Hitzeintensitäten.

Das ist vor allem bei Steaks praktisch: erst ruhig Farbe aufbauen, danach kurz intensiv abgrillen.

Lies dazu auch Direktes Garen auf einem Kamado.

Die Rolle von Höhe und Multilevel-Systemen

Höhe ist eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, Temperaturzonen zu schaffen. Je höher du garst, desto sanfter die Hitze. Unser Smart Qooking multilevel system, das bei allen unseren Pro Large und Extra Large Kamados serienmäßig dabei ist, lässt dich gleichzeitig grillen, garen und warmhalten.

Das funktioniert perfekt bei größeren Sessions oder wenn Gerichte unterschiedliche Garzeiten haben.

Luftstrom und Zonen

Der Luftstrom beeinflusst, wie ausgeprägt die Zonen sind. Ein aggressiver Luftstrom vergrößert die Unterschiede, ein ruhiger Luftstrom verteilt die Wärme gleichmäßiger.

Wer stabile Zonen will, steuert die Luft ruhig. Mehr dazu liest du in Luftstrom in einem Kamado erklärt.

Häufige Fehler bei Temperaturzonen

  • Denken, dass überall dieselbe Temperatur herrscht
  • Alles gleichzeitig über den heißesten Punkt legen
  • Den Höhenunterschied nicht nutzen
  • Zu aggressiven Luftstrom fahren

Diese Fehler sorgen für Stress und ungleichmäßige Ergebnisse. Mehr dazu liest du in häufige Kamado-Fehler.

Warum Temperaturzonen das Kochen entspannter machen

Mit Zonen musst du nicht alles perfekt timen. Gerichte kannst du vorübergehend in eine kühlere Zone schieben, ohne dass sie durchgaren oder verbrennen.

Das macht das Kochen übersichtlicher, ruhiger und gleichmäßiger, und genau darum geht es beim Kamado-Kochen.

FAQ

Kann man in einem Kamado mehrere Temperaturzonen schaffen?
Ja, durch Höhe, indirekte Hitze und Platzierung entstehen natürliche Temperaturzonen.
Wo ist der heißeste Punkt in einem Kamado?
Meist direkt über dem Feuer und in der Mitte des Rosts. Und wenn du den heat deflector nutzt, hast du auch am Rand heißere Zonen, dort wo die heiße Luft am Deflector vorbeizieht.
Wie schaffst du eine kühlere Zone im Kamado?
Indem du das Gargut höher oder weiter an den Rand legst oder indirekt garst.
Hat der Luftstrom Einfluss auf die Temperaturzonen?
Ja, ein aggressiver Luftstrom vergrößert die Unterschiede, ein ruhiger Luftstrom macht die Zonen stabiler.
Warum sind Temperaturzonen praktisch?
Weil du mehrere Gerichte gleichzeitig zubereiten kannst und das Timing weniger kritisch wird.
Was ist ein Multilevel-System?
Das ist ein Zubehör, mit dem du auf mehreren Ebenen garen und gleichzeitig direkt und indirekt kochen kannst.
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